Problem: Zunehmende Hitze in der Stadt durch fehlende Verdunstungskälte von Regenwasser bei privaten Grundstücken.
Education, Motivation, Veränderung Verhalten
15.05.2023 - Bewerbungsfrist
https://stadt.muenchen.de/infos/innovationswettbewerb.html#id8
Wie können wir für Grundstückseigentümer*innen mit dem Einsatz geeigneter digitaler Hilfsmittel (Apps, Simulationen, digitale Angebote, AR, VR, usw.) verdeutlichen, welche Auswirkungen verschiedene Handlungsoptionen bei der Gestaltung der Oberflächen ihrer Grundstücke und beim Umgang mit Regenwasser haben, um sie zu motivieren, das anfallende Regenwasser naturnah zu bewirtschaften (Versickern, Speichern, Verdunsten)?
Historisch bedingt wird, wie in vielen anderen Städten, in zentralen Bereichen Münchens auf befestigten Flächen anfallendes Regenwasser über die Kanalisation abgeleitet und entsorgt. Damit steht es nicht mehr für die Grundwasserneubildung und auch nicht für die Bewässerung und Verdunstung zur Verfügung. Die Kühlwirkung durch verdunstendes Wasser aus natürlichen Grünflächen entfällt und die Umgebung heizt sich unter Sonneneinstrahlung verstärkt auf. Mit der Zunahme von Hitzetagen aufgrund des Klimawandels, bedeutet dies eine steigende Gefahr für die Stadtbevölkerung.
Angestrebt werden deshalb eine klimaresiliente Stadtentwicklung und die verstärkte Umsetzung des Schwammstadtprinzips. Letzteres bedeutet, Regenwasser möglichst orts- und naturnah zu speichern, zu verdunsten und zu versickern. Der natürliche Wasserkreislauf soll dabei möglichst wenig gestört bzw. weitgehend wiederhergestellt werden. Anders als bei Straßen und Plätzen hat die Stadt bei privaten Grundstücken in der Regel keine unmittelbare handhabe.
Unser Ziel ist deshalb Eigentümer*innen privater Grundstücke aufzuzeigen und begreifbar zu machen, welche mikroklimatischen Auswirkungen die unterschiedlichen Möglichkeiten im Umgang mit Niederschlagswasser haben. Dadurch sollen diese motiviert und begeistert werden, die Umsetzung eines naturnahen Umgangs mit Regenwasser sowohl im Bestand als auch im Neubau zu realisieren. Hierfür werden neuartige Ansätze gesucht, die über die klassischen Wege (Broschüren, Flyer, Filme) hinausgehen.